Die Gasse vor der römischen Spelunke hallte wider vom Gelächter der Gäste und dem Gesang der Bänkelsänger. Der scharfe Geruch von Knoblauch, Zwiebeln und Braten lag in der Luft.

Das Licht der Fackeln an den Wänden warf flackernde Reflexe auf die dunkle Kleidung der drei Frauen, die sich hinten in der Schenke aufhielten, und die anfangs noch hin und wieder aufreizende und neugierige Blicke auf die neuen Gäste warfen, die sich vielleicht als lukrative Einnahmequelle erweisen könnten.

Doch jetzt waren sie gerade in ein sehr intensives Gespräch vertieft, und eine von ihnen hörte aufmerksam und neugierig zu, was die dunkelhäutige Frau, die ihr gegenübersaß, aus ihren Handlinien las.

Gasparo, der Schankwirt, sah einen Augenblick nachdenklich zu den drei Frauen herüber. Sein Blick blieb an der sonderbaren Kleidung der dunkelhäutigen Frau hängen. Sie ist nicht mehr ganz jung, doch ein seltsamer Zauber geht von ihr aus. Sie hatte gesagt, ihr Name sei Lilith.

 Ihr Gesicht war meistens undurchdringlich, doch manchmal öffnete sich etwas in ihr und ihre Augen und Gesichtszüge erzählten von einem Leben, das reich an vielfältigsten Erfahrungen war. Leid und Schmerz standen neben Lebensfreude und Hass. Zu gerne hätte er gewusst, woher sie eigentlich kam, als sie vor einigen Tagen hier mit ihrem Begleiter, einem seltsamen dunkelhäutigen Flötenspieler, der in seiner Schenke ein paar aufsehenerregende Kunststücke mit seinen Schlangen vorgeführt hatte, angekommen war.

Ihre exotische Erscheinung hatte natürlich sofort das Interesse einiger der anwesenden Gäste geweckt, und wie es aussah, war sie nicht abgeneigt, einige auch der außergewöhnlichsten Wünsche zu erfüllen. Sie schien sich als eine wahre Goldgrube zu entpuppen, doch sie war auch äußerst geschickt im Verhandeln. Sie verlangte außer freier Unterkunft und Verpflegung auch einen nicht unbedeutenden Anteil an den Einnahmen, die ihr aus den freigiebigen Händen der reichen Männer entgegenflossen, die sich nachts heimlich in seine Schenke schlichen. Seine Cortegiane, seine Liebesdienerinnen, waren zwar bekannt dafür, dass sie äußerst bewandert in den Liebeskünsten waren, doch keine hatte diese seltsame Ausstrahlung, die von ihr ausging.

Ihre Stimme war rau und kehlig, und ihr Italienisch hatte einen exotischen Akzent, den er niemals zuvor gehört hatte.

Doch er wurde den Eindruck nicht los, dass sie aus einem bestimmten Grund hierher gekommen war. Sie schien etwas oder jemanden zu suchen oder zu treffen. Sie verschwand tagsüber und manchmal auch stundenweise nachts, auch wenn sie immer wieder zurückkehrte. Auch die meisten der anderen Cortegiane waren fasziniert von ihr. Wenn sie auch zuerst die neue Konkurrenz gefürchtet hatten, so kamen sie doch nach einigen Tagen zu ihr, um sie bei einigen Dingen um Rat zu fragen. Liebestränke und geheime Mixturen, die das Verlangen der Männer anheizten, Kräuter gegen jede Art von Frauenbeschwerden oder Kräuter gegen ungewollte Schwangerschaften waren nur einige der Dinge, auf die sie sich verstand. Manche von ihnen musterte sie mit ihren seltsamen dunklen Augen oder berührte die Linien in ihrer Hand und erzählte ihnen von Dingen, die geschehen waren und noch geschehen würden.

Jetzt war er gerade damit beschäftigt, einem der Gäste etwas Wein einzugießen, als plötzlich die Gespräche verstummten. Die Fackeln warfen nur spärliches Licht auf die beiden Gestalten, die gerade hereingekommen waren. Doch selbst wenn das Licht heller gewesen wäre, hätte man doch die Gesichtszüge des einen nicht erkennen können, da sein Gesicht unter einer schwarzen Samtmaske verborgen war, wodurch sein unheimliches, fast diabolisches Aussehen noch verstärkt wurde.

Der Mann an seiner Seite war hochgewachsen, schlank und tug einen Säbel. Gasparo zog scharf die Luft ein. Das könnte Ärger oder ein profitables Geschäft bedeuten. Er ahnte wohl, wer dort stand. Die eine Hand leicht an seinem Säbel, während sein Blick mit gewohnterr Arroganz und Hochmut über die hier Anwesenden strich. Seine ganze Haltung drückte die Selbstverständlichkeit aus, dass er es gewohnt war, dass jeder seiner Wünsche auf der Stelle erfüllt wurde.

Die Anwesenheit Caesare Borgias hier in seiner Taverne konnte alles bedeuten. Es war nicht ungewöhnlich, dass er, der Sohn des keinesfalls so heiligen Papstes, hier auftauchte. Er und sein Begleiter, Michelotto, der ihm bei seinen Streifzügen nicht von der Seite wich, waren durchaus häufige Besucher der Cortegiane, der römischen Kurtisanen, hier in Rom. Doch sie waren auch bekannt dafür, dass ihnen der Säbel häufig sehr locker in der Scheide steckte. Gasparo goss zwei Gläser Wein ein und kam ihnen entgegen. Was kümmerte es ihn, dass dieser Caesare sogar Kardinal war und dass er sich um Gott nicht mehr kümmerte als um ein Kupferstück, das er so lange in der Hand behielt, wie es ihm nützlich erschien. Hauptsache, das Gold würde in seine eigene Tasche rollen.

"Wir haben gehört, dass du neue Ware bekommen hast... ."

Caesares Stimme jagte ihm einen leichten Schauder über den Rücken, doch er versuchte, nicht darauf zu achten. Hätte er nicht schon lange damit aufgehört, sich mit Gott und dem Teufel abzugeben, so hätte er gemeint, der Teufel persönlich wäre ihm begegnet. Die dunkle Maske die sein Gesicht bedeckte, trug nicht gerade dazu bei, diesen Eindruck zu ändern. Er hatte Gerüchte gehört, nach denen Caesares Gesicht fürchterlich entstellt sein sollte - angeblich nach einer Krankheit, die er sich in einem von Roms Freudenhäusern zugezogen hatte. Doch vielleicht war es auch einfach nur ein Versuch, seine wahre Identität zu verbergen, obwohl es ein offenes Geheimnis war, wer sich hinter der Maske verbarg.

Das wäre ein perfekter Kunde für die dunkle Hexe ...

"Da habt Ihr in der Tat recht, edler Herr. Seht Ihr die dunkle Schönheit dort hinten? 100 Dukaten als Anzahlung. Und je nachdem, welche Dienste Ihr wünscht, noch einmal bis zu 200 Dukaten für die ganze Nacht."

"Du bist ein Halsabschneider..."

Gasparo wich unwillkürlich einen Schritt zurück und versuchte, ihn zu beschwichtigen.

"Aber nicht doch! Habt Ihr nicht ihre Haare gesehen? Und ihre Haut? Sie ist schwarz und samtweich wie dunkler Honig..."

Mit diesen Worten drückte er ihnen die beiden Gläser Wein in die Hand. Während er noch damit beschäftigt war, die Preise für die Cortegiane auszuhandeln, legte sich plötzlich eine Hand auf Caesares Arm.

"Reicht mir Eure Hand."

Caesare zuckte unter dem Klang ihrer Stimme unwillkürlich zusammen. Tatsächlich hatte sie sich unbemerkt genähert. Zögernd zog er den schwarzen Samthandschuh aus und reichte ihr seine Hand.

"Ihr seid nicht für die kirchliche Laufbahn bestimmt. Ich sehe Kämpfe, Siege und Niederlagen, doch auch viel Ruhm, wenn Ihr versteht, Eure Chancen richtig zu nutzen."

"Du weißt, wer ich bin?" zischte Caesare.

"Ich sehe sehr viel, nicht nur in Eurer Hand, sondern auch in Euren Augen, die Eure Maske nicht sehr gut verbergen kann. Ich sehe eine Vision in Eurem Geist. Die Macht der Borgias, die ganz Italien durchdringen soll, pulsiert in jeder Zelle Eures Körpers und giert nach Erfüllung. Ihr wollt das Land beherrschen und Euch mit ihm vereinigen wie ein Eroberer sich in das Fleisch einer Jungfrau versenken will, Blut wird fließen, viele Feinde werden sich gegen Euch stellen, aber Ihr könnt siegreich sein."

Caesare hatte sie aus der Menschenmenge gezogen und drückte nun ihre Hand, bis sie sie ihm mit einer geschmeidigen Bewegung wieder entzog.

"Mit reiner Gewalt werdet Ihr nichts erreichen. Ihr solltet Euch dem Wohlwollen der Götter versichern und der Mächte, die Euch dabei helfen können.

"Der Götter? Du solltest aufpassen, was du sagst. Es gibt nur einen Gott. Ich könnte dich in weniger als zwei Stunden auf dem Scheiterhaufen brennen lassen, du Hexe."

Sie strich leicht mit ihren Fingerspitzen über seine Hand.

Die Wendung zum vertraulichen "Du" kam wie selbstverständlich, als sie jetzt mit ihm spach:

"Du weißt selbst, was die christliche Religion für deine Familie bedeutet, nichts anderes als das Mittel zur Macht. Doch das wird nicht ausreichen, um euch dorthin zu bringen, wohin ihr es bringen wollt. Du weißt, dass ich euch helfen könnte. Denn ich sehe noch etwas in deinem Geist. Eine heiße Flamme brennt in dir. Das Gesicht eines wunderschönen Mädchens mit Haaren aus gesponnenem Gold. Du weißt, wer sie ist, nicht wahr? Dein ganzer Körper verzehrt sich nach ihr, auch wenn du dir dein Verlangen nie eingestehen würdest. Dein Wunsch ist es, sie an deiner Seite zu haben und mit ihr zu herrschen. Sie ist verheiratet, aber was macht das schon für dich? Ihre Ehemänner werden immer Figuren in einem Schachspiel um die Macht sein, je nachdem wie der politische Wind gerade weht.Ich sehe doch, wie dein Körper reagiert, wenn du nur an sie denkst... an Lucrezia, deine Schwester..."

Caesare schlug ihr mit der Hand auf den Mund, obwohl sie geflüstert hatte.

"Sei still, Weib. Du bist gefährlich..."

"Gefährlich, ja. Aber ich könnte dir ebensogut nützlich sein..Ich weiß ein geheimes Ritual, durch das eure Seelen auf ewig verbunden sein werden, sie wird zu dir kommen... Sie wird dir immer gehören, egal, was auch geschehen wird. Euer Aufstieg, der Aufstieg der Borgias zum Ruhm wird unaufhaltsam sein." Caesare sah sich in der Taverne um, um festzustellen, ob sie belauscht wurden. Dann griff er wieder nach seinem Weinglas. Einen Augenblick schien er nachzudenken.

"Was brauchst du dazu, um dieses Ritual durchzuführen?"

Er griff in eine Tasche in seinem Umhang und holte einen mit Dukaten gefüllten Beutel hervor.

"Wenn du Recht hast und ich merke, dass deine Künste nicht so falsch sind wie die der vielen anderen Hexen, die hier bereits auf dem Scheiterhaufen verbrannt sind, so sollte dir das als erste Anzahlung genügen. Weiterer Lohn wird dir winken, wenn du deine Zauberkünste weiter in meine Dienste stellen wirst. Doch sobald ich merke, dass du hinterhältige Pläne verfolgst, wirst du brennen, das schwöre ich dir."

Lilith lächelte und Caesare versuchte, sich nicht in den dunklen Tiefen ihrer geheimnisvollen Augen zu verlieren.

"Du vertraust mir nicht? Aber sei beruhigt. Es sind nicht die Dukaten, die ich haben will. Es gibt jemanden, der von deinem Vater hierher nach Italien gerufen wurde, damit er die Inquisition unterstützt. Er besitzt etwas, das ich haben will, denn er hat es mir vor langer Zeit gestohlen. Du kennst den Dominikanermönch Heinrich Institoris?"

"Es gibt viele Mönche, die ich kenne, aber ich glaube, ich weiß, wen du meinst... Dieser fanatische Priester, er kommt aus dem Elsaß, soweit ich mich erinnere. Er hat mehrere Traktate und Bücher gegen die Hexerei geschrieben, nicht wahr?"

Lilith lachte auf.

"Ja, gegen die Hexerei. Dabei würde er selbst auf dem Scheiterhaufen brennen, wenn bekannt würde, was er besitzt. Er besitzt etwas, das ich für die Durchführung des Rituals benötige."

Caesare zog die Luft ein:

"Was sagst du da?"

"Er hat einen Ring, von dem er in der langen Zeit, die er sich nun in seinem Besitz befindet, noch immer nicht gelernt hat, um was es sich eigentlich handelt. Er hat ihn die ganze Zeit dazu benutzt, mich von sich fernzuhalten, weil er mich fürchtet, obwohl er auch ein Band zwischen uns geknüpft hat, das er nicht mehr durchtrennen kann. Sein Körper verzehrt sich nach mir, aber er fürchtet sich davor, meinen Körper zu berühren, daher benutzt er den Ring dazu, mich zu bannen. Doch wenn er und ich dazu bereit wären, könnte ich den Ring dazu benutzen, um große magische Energien freizusetzen. Denn dieser Ring kann nur in der Hand derjenigen, die auch die wahre Besitzerin ist, seine magischen Fähigkeiten entfalten. Fähigkeiten, die ich gerne in deinen Dienst stellen würde."

Caesare runzelte die Stirn und sah sie scharf an:

 "Wer garantiert mir, dass sich nicht ein schwarzer Vernichtungszauber über uns niedersenkt, wenn ich dir helfe den Ring zurückzugewinnen? Warum hast du niemals selbst versucht es zu tun?"

"Ich sagte dir, er lässt mich nicht an sich heran. Mir selbst wird es nie gelingen, den Ring von ihm zurückzuerhalten. Er kennt jedes Geräusch meiner Füße, jeden Duft meiner Haut, ein Blick in meine Augen würde ihm sofort die Wahrheit über mich enthüllen, selbst wenn ich in anderen Gewändern zu ihm käme. Lange genug hat er meinen Seelenstein bei sich getragen – und gefürchtet. Und warum sollte ich euch vernichten? Ich glaube, dass verwandte Seelen einander anziehen."

"Du bist mutig, schwarze Hexe. Das ist etwas, das ich dir zugestehen muss. Wer sagt dir denn, dass ich dich nicht innerhalb der nächsten Stunden auf den Scheiterhaufen schicken werde für deine gotteslästerlichen und von Zauberei durchdrungenen Worte?"

Lilith lächelte wieder und berührte leicht Caesares Arm.

"Weil du mich brauchst, Caesare. Zusammen werden wir Großes vollbringen."

Als sich Liliths Zimmertür hinter ihr geschlossen hatte, atmete sie erschöpft aus und ließ sich auf ihr Bett sinken. Ein gewagtes Spiel, soviel ist sicher.

Aber wenn alles so verlaufen würde, wie sie es geplant hatte, würde sie wieder frei sein..., endlich.

Sie versuchte nicht darauf zu achten, wie ihre Hände zitterten. Die katzenhafte, geschmeidige Gestalt von Indrah, dem dunkelhäutigen Schlangenbeschwörer, glitt durch die Tür, den geflochtenen Weidenkorb mit einer der Schlangen unter seinen Arm geklemmt.

"Nun, wie ist es gelaufen? Hat er angebissen?"

"Ja, in der Tat. Seine Machtgier und das verbotene Verlangen zu seiner Schwester sind übermächtig in ihm."

Das sonnengebräunte Gesicht des Schwarzen verzog sich zu einem Lächeln.

"Gut. Doch vergiss unsere Abmachung nicht. Du weißt, dass du dazu fähig bist, was ich von dir verlange, nicht wahr?"

"Weißt du denn, was du verlangst? Und wenn es mir nicht gelingen sollte? Wenn du meine Fähigkeiten überschätzt?"

Er lachte.

"Ach, du solltest die Schwierigkeiten, die auf uns zukommen können, nicht überschätzen. Wir sind Gaukler, hast du es vergessen? Illusionen sind unsere Stärke. Du hast die Fähigkeit, ihm alles vorzugaukeln, was du willst. Erinnerst du dich nicht mehr an die vielen Feste, an denen die Menschen gesehen haben, wie ich mich in einen Hirsch verwandelt und mich mit dir vereinigt habe? Die Münzen sind danach in vollen Strömen geflossen. Alle Männer wollten dich, weißt du nicht mehr?"

Sie drehte sich zu ihm um. Ihr Gesicht war verzerrt.

"Nein, das war echt. Es war keine Illusion! Ich habe es geliebt, mich im Feuer der Erde, dem Tosen des Wassers und dem Rauschen des Windes mit der Wildheit und der Extase des Lebens zu vereinigen. Ich weiß nicht, ob du es warst, der zu mir gekommen war, doch es war anders... es war... echt, im Gegensatz zu allen anderen Dingen, mit denen wir die Menschen vielleicht getäuscht haben, so war das doch anders und..."

Er unterbrach sie:

" Doch es wird nichts daran ändern, dass du meinen Plan ausführen wirst..."

"Ausführen werde? Ja..." Sie nickte müde. " Natürlich, ich bin dein Werkzeug, nicht wahr? Du solltest dich ansehen, du hast dich geändert in den letzten Jahren. Es begann schon lange bevor dieser Mönch in unser Leben getreten ist. Du bist hart und kalt geworden. Er trat vor sie hin und riss sie gewaltsam an ihren Schultern herum, so dass sie ihn direkt ansehen musste:

"Was soll das heißen? Hast nicht auch du allen Grund, den durch und durch korrupten Klerus zu hassen, der dir deine Tochter genommen hat? Dieser Heinrich Institoris ist doch nur die Spitze des Eisberges. Er gehört zu einer Menschenclique, die von Habgier und Hass auf alles was von den alten Lehren noch übrig ist, zerfressen wird. Der Papst ist unser schlimmster Feind. Er ist es, der vernichtet werden muss. Er und seine korrupten Söhne und seine Tochter."

Lilith lachte leise:

"Du bist ebenso von Habgier und Hass zerfressen, wie alle, gegen die du deine Feuerreden schwingst. Du redest von den alten Lehren. Aber was weißt du denn noch davon?"

Nach einer kurzen Pause wandte sie sich müde ab und fuhr dann fort:

"Aber ich habe geschworen, dir in diesem Fall zu dienen. Doch das wird das Letzte sein, was ich für dich tun werde. Danach werde ich niemanden mehr dienen. Ich werde frei sein. Wenn es das ist, was du von mir willst, so werde ich es tun. Doch was ist, wenn unser Plan nicht aufgeht? Wenn es mir nicht gelingt, meinen Einfluss auf die Borgias so einzusetzen, dass der Papst vernichtet wird?"

Der Schwarze lachte verschwörerisch:

"Natürlich wird es dir gelingen... Ich habe es gesehen... und ich fühle es..."

Für einen Augenblick hatte sie wieder das Gefühl, dass er seine Gestalt veränderte, wie so oft in letzter Zeit. Aber war es wieder nur eine Illusion? Sie hätte schwören können, dass ein Huf unter seinen weiten Hosen hervorschaute, und er einen gespaltenen Schwanz über den Boden schleifte

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