EROTIK

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Carador kümmerte sich sonst nicht sonderlich um die Mägde, die in der Küche oder der Spinnstube beschäftigt waren. Sicherlich war es schon vorgekommen, daß einige besonders pralle Rundungen sein Begehren angestachelt und er die meist sehr willigen Frauen auf das Stroh, in die Backstube oder die Ställe gezerrt hatte. Kyrias Anblick hatte jedoch keinesfalls seine Ansprüche erfüllt, sie besaß weder die üppigen Rundungen noch die langen schwarzen Haare der Frauen, mit denen er sich sonst mit Vorliebe vergnügte.

Dennoch, als er sie dort an der Spindel sitzen sah, den Kopf schräg geneigt und mit ihrer schlanken Hand auf eine seltsame Art die Spindel drehend und den Faden abtastend, wurde auf irgendeine magische Weise eine Saite in ihm zum Klingen gebracht, von der er bisher nicht wußte, daß sie existierte. Der wunderschöne glasklare Klang ihrer Stimme, die leise ein Lied sang, trug ein Übriges dazu bei. Ihre schilfgrünen Augen sahen ihn an, aber es erschien ihm, daß sie ihn nicht wirklich sahen.

Bisher hatte er sie noch niemals bemerkt, was gewiß an der Tatsache lag, daß sie nicht sonderlich viel herumging, sondern sich während ihrer Arbeit meist an einer Stelle aufhielt. Der Grund dafür, ihre Blindheit, fiel ihm erst später auf. Er wäre niemals in die Spinnstube gegangen, wenn er nicht gerade seinen neuen Umhang abholen wollte, der fertig geworden war und den er an jenem Abend benötigte.

Erst als er das Wort an sie richtete, hob sie ihren Kopf.

„Mein neuer Umhang sollte fertig gewebt sein, ich wollte ihn mir einmal ansehen.“

Kyria zuckte bei dem Klang seiner Stimme zusammen. Bisher war sie ihm niemals persönlich begegnet oder zumindest hatte er niemals das Wort an sie gerichtet. Hier stand der Mann, der für die Zerstörung des Dorfes verantwortlich war, in dem sie so viele Jahre gelebt hatte, der seine Soldaten auf ihr Dorf gehetzt hatte,  der.... 

Sie hätte ihm am liebsten tausend zornige Worte entgegengeschleudert, dennoch, bei dem Klang seiner Stimme versagte ihre eigene Stimme. Sie wußte zwar, daß das Garn, das sie spann, für die Kleidung von Carador und seiner Konkubine Shamira bestimmt war, dennoch war der Haß, den sie in den ersten Wochen ihres Aufenthaltes auf der Burg noch verspürt hatte und den sie mit jeder Umdrehung der Spindel in das Garn hereingewoben hatte, nach und nach einer seltsamen Gleichgültigkeit gewichen. Ein Tag lief wie der andere ab, langsam hörte sie auf darüber nachzudenken, wie sie auf die Burg gekommen war und wie ihre Zukunft aussehen sollte. Sie gewöhnte sich an das eintönige Leben als Bedienstete in der Burg, das nur durch die Späße von Bardor manchmal etwas aufgelockert wurde.

Dennoch – als sie jetzt seine Stimme hörte, spülte eine riesige Welle seltsamer widersprüchlicher Emotionen über sie hinweg. Unterdrückter Haß kam auf, der aber sofort von einem heißen Schauder hinweggespült würde, der durch ihren ganzen Körper rann. Durch ihre Blindheit waren ihre anderen Sinne so geschärft, daß manchmal der Klang einer Stimme oder die Berührung einer Hand eine ganze Flut an Gefühlen auslösen konnte. Als sich jetzt eine warme Hand auf ihre Schulter legte, fühlte sie flüssiges Feuer durch ihre Adern rinnen. Er stand jetzt direkt hinter ihr. Sie konnte ihn ja nicht sehen, aber ihre Sinne fühlten die männliche erotische Ausstrahlung, die von ihm ausging. Sie hielt den Atem an und ihre Finger verkrampften sich um die Spindel.

„Rühr mich nicht an, du Bastard,“ wollte sie schreien, aber nur ein leises Seufzen drang aus ihrer Kehle.

„Dieses Garn ist wirklich sehr fein gesponnen und der Stoff fühlt sich wunderbar auf der Haut an. Hast du es gesponnen?“

Kyria konnte nur nicken.

„Wie heißt du, Mädchen?“

„Kyria,“ flüsterte sie.

„Seltsam, daß ich dich bisher nie bemerkt habe. Solche Talente entgehen mir sonst eigentlich nicht. Ich bin sicher, daß du auch noch andere Talente hast.“

Seine Hand war etwas tiefer in ihren Ausschnitt gerutscht bis sie ihre Brustwarzen erreicht hatten, die sich unter seiner Berührung aufrichteten. Er rieb sie leicht zwischen Daumen und Zeigefinger und als sie leicht stöhnte, bemerkte er, wie er auch hart wurde.

Als er den Drachenanhänger sah, sagte er:

„Eine schöne Kette hast du da,“ wobei seine Hände nicht aufhörten, ihre Brüste zu liebkosen.

„Das gefällt dir, nicht wahr?“

Die Spindel war aus ihrer Hand gefallen und rollte unbeachtet auf den Boden.

Sie schloß die Augen, als sie seinen warmen Atem auf ihrer Schulter spürte und seine warme Zunge leicht über ihre Nackenbeuge strich. Seine Hände hatten währenddessen das Oberteil ihres Kleides heruntergeschoben und massierten und liebkosten leicht ihre nackten Brüste. Es wunderte ihn selbst, daß er so sanft mit ihr umging, es war normalerweise nicht seine Art. Seine Finger wanderten weiter zu ihrem Bauchnabel und strichen leicht über die Wölbung ihres Venushügels. Als sie das warme feuchte Fleisch darunter ertasteten, stöhnte sie leise auf und bäumte sich in ihrem Sitz auf. Sofort als er sie das erste Mal berührt hatte, hatte ihn ein seltsamer Zauber umfangen. Alles an ihm drängte ihn, sie zu beschützen und ihr so viel Genuß zu verschaffen, wie er es vermochte. Ihre Hände hatten sich um die Lehne ihres Stuhles verkrampft, ihr Atem ging stoßweise als er jetzt von vorne an sie herantrat, hastig seinen Gürtel aufschnallte und ihre Röcke hochschob. Kyria hatte niemals die Hände eines Mannes auf sich gefühlt, die ihr wirkliche Lust verschafft hatten. Sicherlich hatte sie mit Finn hin und wieder einen schüchternen Kuß ausgetauscht, aber sie waren zu unschuldig und zu unerfahren gewesen, um sich nach mehr zu sehnen. Und die Hände von Malkam waren grob und ungeschickt gewesen, als er sie auf dem Heu angefaßt hatte.

Oooooooh, was geschieht mit mir? Das ist so wundervoll, höre nicht auf! ... hätte sie am liebsten gerufen, aber ein leises Gefühl der Scham, daß sie seine Berührungen genoß, lies sie schweigen. Seine Finger waren jedoch so erfahren und schienen jede geheimste Stelle ihres Körpers zu kennen, die nur berührt werden mußte, um sie vor Lust erschauern zu lassen, daß sie bald sehr leise seufzte. „Ooooh, jaaaa, bitte, streichel mich weiter... das ist wunderschön...“ Fast hoffte sie, daß er es nicht gehört hatte, daß er nicht bemerkte, wie sie jede seiner Berührungen genoß, andererseits sehnte sie sich danach, daß er sie weiter streichelte. Er lächelte leise - ihr leiser Seufzer war ihm nicht entgangen - und ließ seine Hände jetzt von vorne um ihren Bauchnabel kreisen, ertastete die Wölbung ihres Rippenbogens, den zarten Ansatz ihrer Brüste und kniete sich schließlich vor sie zwischen ihre gespreizten Schenkel. Er bedeckte jeden Zentimeter ihres Bauches und ihrer Brüste mit seinen zärtlichen Küssen.

In einem kleinen Winkel ihres Bewußtseins flüsterte eine Stimme:

Nein, nein, was tust du nur? Stoße ihn von dir! Er hat Tod und Verderben über alle gebracht, die dich lieben! Vielleicht sind seine Soldaten sogar dafür verantwortlich, daß du nie wieder das Licht der Sonne erblicken kannst.

Brennender Scham durchflutete sie, mischte sich mit der glühenden Welle der Erregung, die durch sie hindurch schoß. Sie war nicht schwach und hätte ihn leicht mit ihren Händen und Füßen von sich stoßen können, hätte rufen können: „Verschwinde! Geh fort von mir! Du bist ein Unmensch, ein Tyrann, ein.....“ aber ihre Gedanken der Scham wurden von den wundervollen, nie gekannten Gefühlen weggeschwemmt, die er ihr bereitete, so daß sie fast unfähig war zu denken. Dennoch flüsterte wieder eine Stimme:

Wenn du es genießt, hast du alles verdient, was dir zugestoßen ist, dann hast du verdient, daß du nie mehr sehen wirst.

Aber für nichts in der Welt hätte sie in diesem Augenblick gewollt, daß er aufhörte.

 

***

„Küß mich noch einmal,“ flüsterte Silvermoon. „Aber diesmal sanft und zärtlich, nicht so wild und leidenschaftlich wie die Drachensängerin. Jetzt bin ich nur Silvermoon. Ich möchte jeden Augenblick auskosten.“ Zwei Lippenpaare trafen sich. Wie ein Blitz schlug die Energie wieder in ihre Körper ein. Ihre Lippen prickelten. Als Taráns Blick den Schatten auf der Höhlenwand streifte, sah er, daß seiner und Silvermoons Körper im Schattenbild zu einem einzigen verschmolzen waren. Sie seufzte leise und wollte jede Sekunde genießen. Ihre Zunge strich sanft an seinen Lippen entlang, erforschte die Innenseite seines Mundes, bis sich schließlich beide Zungen im Liebesspiel vereinten, als erregendes Vorspiel des kommenden Genusses. Tarán strich mit seinen Lippen über ihre Wange, über ihre geschlossenen Lider, liebkoste jeden Zentimeter ihres Gesichtes. Warum hatte er nie bemerkt, wie erotisch die Form ihrer Ohrmuschel war? Seine Zunge umspielte ihr Ohrläppchen, erforschte die Innenseite ihrer zarten Ohrmuschel, was Silvermoon ein wohliges Stöhnen entlockte. Ihre Hände trafen sich, verschränkten sich. Jeder streichelte zärtlich mit den Fingerspitzen den Handrücken des anderen. Silvermoon küßte seinen Hals, ihre Hände strichen durch seine dunkle Haarpracht.

Wie lange habe ich von diesem Augenblick geträumt...

Als er jedoch begann, ihr ledernes Wams aufzuknöpfen, hielt sie plötzlich inne. Es war, als wenn ein eiserner Ring ihr Herz umspannen würde. Alle ihre Muskeln versteiften sich und sie hielt Taráns Hände fest. „Nein, nicht....,“ flüsterte sie und ein paar Tränen liefen ihre Wange herunter. Ihre körperliche Wunde war verheilt, aber sie fühlte tief in ihrem Inneren die Wunde, die in ihre Seele geschlagen war und sie schmerzte mehr, als sie sagen konnte.

„Ich werde nichts tun, was du nicht auch möchtest,“ flüsterte Tarán und küßte die Tränen von ihrer Wange fort. Langsam entspannte sie sich wieder, ihre Hände lösten sich von Taráns Händen und ließen es geschehen, daß Tarán seine Hand unter das Lederwams schob und ihren Bauch sanft streichelte. Sie spürte, daß seine Gefühle für sie echt waren. Gleichzeitig fühlte sie die Wärme seiner Hand, die sanfte Wellen durch ihren Körper schickte, welche langsam begannen, den Schmerz aufzulösen und den Panzer aufzubrechen, den sie um ihr Herz gelegt hatte. Sie schloß die Augen und gab sich ganz diesem Gefühl hin. Schließlich führte sie seine Hand zu den Knöpfen ihres Lederwamses, so daß sie die Knöpfe langsam, nach und nach, gemeinsam öffneten. Tarán blickte bewundernd auf ihre beiden festen Brüste, die jetzt rotgolden im Fackellicht schimmerten. Keine Narbe entstellte ihre Schönheit. Mit seiner gesunden Hand umfaßte er die samtweiche Haut, drehte die kleinen Brustwarzen, die sich ihm schon verlangend entgegenstreckten, zwischen seinen Fingern und beugte sich schließlich über sie, um sie zu liebkosen. Seine warme Zunge, welche die roten harten Brustwarzen umkreiste, sandte Ströme der Lust durch Silvermoons Körper. Wiederum war es, als wenn der Strom aus Energie etwas in ihr zum Schmelzen brachte. Wie ein warmer, süßer, heilender Balsam strömte es durch ihren Unterleib.

„Ooooh, Tarán...,“ seufzte sie. Seine Finger und Lippen waren überall, errieten jeden Wunsch, den sie in ihrem Inneren verborgen hielt. Als sich sein Gesicht jedoch kurz schmerzvoll verzerrte, als er seine verletzte Hand mehr belastete als gut für sie war, drückte sie ihn sanft zurück aufs Lager.

„Warte, Tarán. Auch ich möchte dir Freude schenken.“

 Mit wenigen Handgriffen hatte sie seinen wilden zuckenden Drachen aus seiner Höhle befreit und begann, zuerst sanft und dann immer fordernder, mit ihm zu spielen. Ihre Zunge umspielte seinen großen harten Kopf und auch ihre Zähne knabberten leicht an seinem Hals. Als ihre Hände die kleinen Flügel umfaßten und sanft kneteten, sog Tarán die Luft ein.

„Oh, Silvermoon, höre nicht auf, oh jaaa...“

Ihre Finger strichen über die sonnengebräunte Haut, liebkosten jede einzelne der Narben, die er sich in seinen unzähligen Scharmützeln mit den Soldaten König Shirtaks zugezogen hatte. Sie hatten bereits die restlichen Kleidungsstücke ausgezogen und waren jetzt vollkommen nackt. Silvermoon legte sich auf ihn, zog mit ihren kleinen Brüsten und ihren zarten Fingern heiße Lavaströme über seinen Körper.

Dann drehte sie sich so, daß ihre festen Hinterbacken direkt vor Taráns Augen waren und beugte sich wieder herunter, um mit seinem Drachen zu spielen, der sich jetzt zu seiner vollen Größe aufgerichtet hatte. Das wilde Zungenspiel Silvermoons erregte ihn so stark, daß er in einem riesigen Schwall heißem feurigem Samen explodierte. Taráns Arme schlangen sich um ihre Hüften und zogen sie herab, so daß sie mit ihrem Rücken auf ihm lag. Seine linke Hand umkreiste ihren Busen, während er seine Lippen in ihren Locken vergrub. Sie drehte sich zu ihm um und küßte ihn, seine Zunge schmeckte noch einige Tropfen des Samens, der ihre Lippen benetzt hatte. Wenig später bemerkte er, daß sich sein Drache erneut regte. Als Silvermoon es bemerkte, schmunzelte sie:

„Dein Drache ist aber sehr feurig heute.“

Tarán erwiderte die Neckerei: „Ist es ein Wunder, wenn gleich eine Drachenreiterin auf ihm reiten wird?“

In Silvermoons Augen blitzte es wieder schelmisch auf: „So, ist es das, was du möchtest? Ich hoffe, der Drache trägt uns beide dahin, wo das ewige Paradies ist.

Sie steckte seinen Zeigefinger in den Mund und saugte daran. Dann führte sie ihn zwischen ihre Schenkel und ließ ihn die feuchten Höhle erkunden.

„Du sollst ja vorher erkunden, auf was dein Drache sich da einläßt,“ schmunzelte sie und stöhnte gleichzeitig auf, als Tarán seinen  Erkundungsgang bereits auf drei Finger ausgedehnt hatte.

Als sie beide spürten, daß Silvermoon bereit war, senkte sie sich langsam auf ihn herab und ließ ihre Hüften wie im Tanz um seinen Drachen kreisen. Die Höhlenwände waren feucht und glitschig und sie bemerkten beide den heißen feurigen Wirbel, der erst langsam und dann immer schneller um sie herumkreiste. Plötzlich war es Silvermoon, als wenn sie wirklich auf einem Drachen reiten würde. Sie hörte, wie der Wind um sie peitschte, sie spürte die Regentropfen in ihrem Gesicht, das Brennen der Sonne auf ihren Schultern, sah alle Landschaften, die sie damals in ihren wilden Ritten überflogen hatte. Die Blitze umzuckten sie und ihren Drachen.

Dann war es, als wenn die Wolkendecke aufreißen würde und die sanften Strahlen der Morgensonne durchströmten ihren Körper zusammen mit einem kühlen heilsamen Regen. Der Regenbogen, den sie vor sich sah, öffnete alle Poren ihres Körpers und ließ das Licht einströmen.

Erschöpft ließ sie sich auf Tarán sinken und zog ihn fest an sich.

„Ich liebe dich, Tarán.“

Plötzlich riß sie Schlachtenlärm ganz in der Nähe aus ihrer Umarmung.